Agentura ochrany přírody a krajiny České republiky www.nature.cz
Česká informační agentura životního prostředí (CENIA) www.cenia.cz
Česká geologická služba www.geology.cz
Česká inspekce životního prostředí www.cizp.cz
Český hydrometeorologický ústav portal.chmi.cz
Správa jeskyní České republiky www.jeskynecr.cz
Správa Krkonošského národního parku www.krnap.cz
Správa Národního parku a chráněné krajinné oblasti Šumava www.npsumava.cz
Správa Národního parku České Švýcarsko www.npcs.cz
Správa Národního parku Podyjí www.nppodyji.cz
Státní fond životního prostředí České republiky www.sfzp.cz
Výzkumný ústav vodohospodářský T. G. Masaryka www.vuv.cz
Výzkumný ústav Silva Taroucy pro krajinu a okrasné zahradnictví, v.v.i. www.vukoz.cz

Zbrašov Aragonithöhlen

Route

Die Besucher steigen zusammen mit dem Höhlenführer direkt von der Terrasse des Verwaltungsgebäudes in die Höhle hinab. Gleich der erste Treppengang mit 70 Stufen ist körperlich ziemlich anstrengend, jedoch auf der restlichen Besucherstrecke gilt es nur noch einige wenige Stufen zu überwinden und bis auf zwei Ausnahmen geht es immer abwärts. Über den oberen Steg der Zwei-Ebenen-Kreuzung am sog. Kreuzungspunkt führt die Route zur ersten Station im sog. Sitzungssaal, wo ein auffälliger Felsblock an ein Redepult erinnert. Diese Höhlenabschnitte sind ein anschauliches Beispiel für einen Hydrothermal-Karst.

          In dem Abschnitt mit dem Namen Zum Anton erläutert der Höhlenführer die Entstehung der einzigartigen Raftstalagmiten. Der Krapfensaal mit einer Gedenktafel für den Entdecker Josef Chromý erhielt seinen Namen nach den goldenen Formationen an den Wänden, die an gezuckerte Krapfen erinnern.

          Über die Treppe gelangen Sie in einen großen Raum mit einem Hängesteg – den Gallasch-Dom. Am Eingang kann man in die kluftartige Prokop-Kapelle blicken. Diese ist, genauso wie die tiefsten Bereiche des Gallasch-Domes, von einem unsichtbaren „Gas-See“ aus Kohlendioxid geflutet. Es folgt der Kreuzungspunkt der Gänge Zum Wasserfall mit klassischem Tropfsteinschmuck an den Wänden. Die Route führt weiter in das sog. Taufbecken, wo an versetzten Raftstalagmiten die frühere Vorstellung über ihre Entstehung demonstriert wird, nach der die Formationen als „Geysire“ bezeichnet wurden.

          Der Gang mündet in den größten Raum der Höhlen – den Jurik-Dom, zu dem seine Entdecker zum ersten Mal 1913 durch einen 42 m tiefen Schlot herabstiegen. Der Dom senkt sich zu seinem als Tunnel bezeichneten tiefsten Punkt, der mit Kohlendioxid geflutet ist. Die Gaskonzentration demonstriert der Höhlenführer mit dem klassischen „Kerzenversuch“. Aus der Decke des Domes tritt die mit weißen Aragonit-Nadeln und -Büscheln dicht bedeckte Felskulisse Vorhang hervor.

          An der Höhle Zum Krokodil und einer Gruppe von Raftstalagmiten, dem sog. Türkischen Friedhof vorbei, geht es in den 80 Meter langen, zwischen 2002 und 2005 angelegten Verbindungsstollen. Dieser führt durch einige neu entdeckte kleine Höhlen mit ausgeprägter Deckenmodellierung und geologisch bedeutenden Sediment-Füllungen.

Der Stollen endet an der unteren Brücke der Zwei-Ebenen-Kreuzung, wo es über eine Treppe nach unten in die sog. Lustige Höhle geht. Der letzte zugängliche Raum ist der Marmorsaal, wo in der Sommersaison regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und gelegentlich auch Kammerkonzerte stattfinden. Die Strichmarke auf der Tafel vor dem Ausgangsstollen belegt den Wasserspiegel der Betschwa (Bečva), die bei der Flutkatastrophe 1997 die Höhlen überflutete. Die Besucherroute endet am Ufer der Betschwa (Bečva) neben der Kropáč-Säuerlingsquelle, d. h. etwa 100 m vom zentralen Bereich der Kurkolonnade entfernt.