Agentura ochrany přírody a krajiny České republiky www.nature.cz
Česká informační agentura životního prostředí (CENIA) www.cenia.cz
Česká geologická služba www.geology.cz
Česká inspekce životního prostředí www.cizp.cz
Český hydrometeorologický ústav portal.chmi.cz
Správa jeskyní České republiky www.jeskynecr.cz
Správa Krkonošského národního parku www.krnap.cz
Správa Národního parku a chráněné krajinné oblasti Šumava www.npsumava.cz
Správa Národního parku České Švýcarsko www.npcs.cz
Správa Národního parku Podyjí www.nppodyji.cz
Státní fond životního prostředí České republiky www.sfzp.cz
Výzkumný ústav vodohospodářský T. G. Masaryka www.vuv.cz
Výzkumný ústav Silva Taroucy pro krajinu a okrasné zahradnictví, v.v.i. www.vukoz.cz

Punkva Höhlen

CHARAKTERISTIK

Mährischer Karst

Der Mährische Karst ist das größte und bedeutendste Karstgebiet in der Tschechischen Republik. Es liegt nördlich von Brünn und ist mit einer Fläche von 94 km2 Devonkalk (Breite 3 – 5 km, Länge 25 km) Bestandteil des Drahaner Berglandes. Hydrographisch wird das Gebiet in drei separate Zonen geteilt: Nord – Punkva-System, Mitte – System der Bäche Křtinský und Jedovnický und Süd – Říčka-System.

PUNKVA-HÖHLEN:

  • die Punkva-Höhlen liegen im nördlichen Teil des Mährischen Karstes, in der Felsschlucht Pustý žleb, im nationalen Naturschutzgebiet Punkva-Quellen im Landschaftsschutzgebiet Mährischer Karst;
  • es handelt sich um einen Quellast des hydrographischen Punkva-Systems und einen Bestandteil des weitläufigsten und längsten Höhlensystems Tschechiens, der Amateurhöhle (Länge 33 km);
  • in die Punkva-Höhlen mündet auch die 187,5 m tiefe Schlucht Macocha;
  • die Höhlen bestehen aus einem Trockenabschnitt und einem Wasserabschnitt, die trockenen Etagen wurden nach und nach zwischen 1909–1914 entdeckt, die Erschließung des Wasserabschnitts und der angrenzenden Trockenräume erfolgte in den Jahren 1920–1933; in einigen Bereichen gehen die Entdeckungen bis heute weiter;
  • die Gesamtlänge aller bekannten Gänge liegt bei 4 km mit einem Höhenunterschied von über 187 m;
  • der Trockenabschnitt der Höhlen wurde bereits 1909 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, im heutigen Umfang ist das System seit 1933 zugänglich; die Bootsfahrten finden seit 1920 statt; die aktuelle Länge der zugänglichen Route beträgt 1.250 m;
  • Besichtigungsdauer: 1 Stunde;
  • Lufttemperatur: 7–8 °C, relative Luftfeuchtigkeit: ca. 99 %

SCHLUCHT MACOCHA, historische Grunddaten

1. urkundliche Erwähnung M. A. Visgius 1663 1. historisch nachgewiesener Abstieg zum Grund Lazar Schopper 1723 1. wissenschaftliche Expedition Ing. Karel Rudzinsky 1784, erste Vertikalschnittzeichnung der Schlucht

Weitere bedeutende Abstiege

  • Hugo Salm 1808
  • Dr. Jindřich Wankel 1856
  • Eduard H. von Hankenstein 1856
  • Dr. Martin Kříž 1864
  • Othmar Skala 1889
  • Adolf Podroužek 1894
  • Florian Koudelka 1898
  • Prof. Karel Absolon 1901, 1903, 1905, 1907, 1909

Bis zum Jahr 1914 gab es in den umliegenden Ortschaften den besonderen Beruf des Hinaufträgers für Selbstmörder aus der Macocha.

Die Macocha-Sage In der nahe liegenden Ortschaft Vilémovice lebte ein Witwer mit seinem kleinen Sohn Janíček. Als er wieder heiratete, bekam Janíček eine neue Mutter und später auch ein Brüderchen. Während Jan ganz gesund war, wurde sein Bruder von Krankheiten geplagt. Die Stiefmutter hasste deshalb ihren Stiefsohn und hörte auf die Prophezeiung eines Kräuterweibs, dass ihr eigener Sohn nur dann gesund werden kann, wenn Janíček stirbt. Deshalb lockte sie Janíček an den Schluchtenrand, um dort Waldbeeren zu sammeln und stieß ihn dann herunter. Der Junge konnte sich jedoch durch einen glücklichen Zufall an Baumästen festhalten und rief um Hilfe. Seine Hilferufe hörten Holzfäller und retteten ihn mit Seilen. Inzwischen kehrte die Stiefmutter nach Hause zurück und fand ihren eigenen Sohn tot auf. Sie nahm seinen Körper in den Arm, kehrte halb verrückt zur Schlucht zurück und stürzte sich in die dunkle Tiefe. Seitdem heißt die Schlucht Macocha, also Stiefmutter.