Agentura ochrany přírody a krajiny České republiky www.nature.cz
Česká informační agentura životního prostředí (CENIA) www.cenia.cz
Česká geologická služba www.geology.cz
Česká inspekce životního prostředí www.cizp.cz
Český hydrometeorologický ústav portal.chmi.cz
Správa jeskyní České republiky www.jeskynecr.cz
Správa Krkonošského národního parku www.krnap.cz
Správa Národního parku a chráněné krajinné oblasti Šumava www.npsumava.cz
Správa Národního parku České Švýcarsko www.npcs.cz
Správa Národního parku Podyjí www.nppodyji.cz
Státní fond životního prostředí České republiky www.sfzp.cz
Výzkumný ústav vodohospodářský T. G. Masaryka www.vuv.cz
Výzkumný ústav Silva Taroucy pro krajinu a okrasné zahradnictví, v.v.i. www.vukoz.cz

Výpustek Höhle

Informationen

Die Výpustek Höhle wurde schon vor den Jahrhunderten umfangreiches und einzigartiges unterirdisches System. Ihre Räume wurden ausdruckvoll im 20.…

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Öffnungszeiten

17.10.2019

eingabe
10:00, 12:00, 14:00

Komplette Überprüfung

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Kontakt

Leiter/in: Robert Dvořáček
679 05 Křtiny 187
+420 516 439 111; +420 602 102 932 vypustek@caves.cz, vypustek.rezervace@caves.cz
49.2908761N, 16.7241517E

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Routen und Preise

cca 75 min
7-8 °C
95 %
600 m
13
 
 
 
Eintrittsgebühr und Rabatte anzeigen

Eintrittsgebühr

  • Erwachsene

    140,- Kč

  • Ermässigung

    110,- Kč

  • Kinder

    70,- Kč

Beschreibung

Die geführte Höhlenbesichtigung beginnt in der Eingangshalle der ehemaligen Kaserne, wo die Besucher die bunte und bewegte Geschichte dieses Ortes kennen lernen können. Zu sehen gibt es zeitgenössische Dokumente, Fotografien und archäologische Funde. Von der Halle aus gibt es Zugang zu einem Bunker, dem ehemaligen Reserve-Kommandostand der tschechischen und früher der tschechoslowakischen Armee für den Fall eines Kriegsereignisses mit Einsatz von Massenvernichtungswaffen (Atomwaffen, chemische oder biologische Waffen).

Der Bunker wurde 1961 in einen weitläufigen Höhlengang eingebaut. Die Besucher gehen zuerst durch den Schlafbereich, dann durch den Logistik-Saal, den Kommandostand und die Arbeitsräume, sehen sich die technische Ausrüstung des Gebäudes mit der Überlebenseinrichtung an.

Vom Bunker geht es in die Höhlenräume, die ebenfalls von der menschlichen Tätigkeit deutlich gezeichnet sind. Der Abbau von Phosphatlehmen und der Umbau der Höhle zu einer deutschen unterirdischen Fabrik verwandelte die ursprünglich eher bescheidenen Räume in die heute mächtigen Tunnel und Säle. Trotzdem haben die hohen Decken und die Abzweigungen ihren ursprünglichen natürlichen Charakter behalten.

Der breite Gang geht fließend in den weitläufigen Bärensaal über, wo bei den Forschungen und beim Abbau von Phosphatlehmen zahlreiche Knochen pleistozäner Wirbeltiere, insbesondere Komplettskelette von Höhlenbären (Ursus spelaeus) entdeckt wurden. Ein getreues Modell des Höhlenbären in Lebensgröße kann man hier sogar sehen. Vom Bärensaal geht es in den Karrenstein-Dom mit seinem teilweise erhaltenen Tropfsteinschmuck (erschlossen 2010).

Von dem nachfolgenden Babice-Gang führt ein Lüftungsschacht an die Oberfläche, der im Zweiten Weltkrieg zur Entlüftung der unterirdischen Fabrik diente. Der Gang führt weiter mit einem abgesicherten Verbruch in die als Gedenktafel bekannten weitläufigen Räume mit einem wunderschönen Tropfsteinschmuck. Diese für die Öffentlichkeit unzugänglichen Abschnitte werden Salm-Výpustek genannt und können der Schlüssel zu der unbekannten Fortführung des Höhlensystems sein. In der Mündung des Babice-Ganges befinden sich auch bisher zugemauerte Zugänge zu weiteren Abzweigungen.

Beeindruckend sind die Ruinen des deutschen Heizwerks. Es wurde darin mit Kohle geheizt und die Bodenkanäle konnten Zeitzeugen zufolge die Luft in der ganzen unterirdischen Fabrik bis auf 17 – 20 °C aufheizen. Das Tageslicht kommt durch eine Öffnung hinein, durch die über eine Betonrutsche Kohle in den Kohlebunker geschüttet wurde. Der acht Meter hohe Stahlkamin des Kessels führt durch das Felsmassiv bis an die Erdoberfläche.

Vom Heizwerk geht es in den Heinrich-Saal. In den Decken der Gänge ist bis heute die ursprüngliche Modellierung der Wände sowie der überwiegend durch Sinterüberzüge gebildete Tropfsteinschmuck sichtbar. Die Liechtensteiner haben den Höhleneingang Anfang des 19. Jahrhunderts erstmals umgebaut und öffentliche Besichtigungen dieser und der weiteren Räume organisiert. Die dunklen Wände und die Decke des über eine hervorragende Akustik verfügenden Saals sind mit Tropfsteinschmuck in Form von Strohstalaktiten und Vorhängen bedeckt. Aus den Räumen, die von einem durch die sich zurückziehende deutsche Armee gelegten Brand gezeichnet sind, führt eine Abzweigung in den Reservemaschinenraum. Zwei stabile Schiffsdieselmotoren haben seit 1966 die Generatoren für den unterirdischen Bunker angetrieben.

Zum Ausgang gelangen die Besucher über drei naturbelassene Gänge (Erschließung 2010 und 2013), wo sie die ursprüngliche Flurhöhe der Höhle vor dem Lehmabbau sehen und zwei bis zu 20 Meter tiefe Schluchten einsehen können.