Show caves of the Czech Republic are open again Mehr
Agentura ochrany přírody a krajiny České republiky www.nature.cz
Česká informační agentura životního prostředí (CENIA) www.cenia.cz
Česká geologická služba www.geology.cz
Česká inspekce životního prostředí www.cizp.cz
Český hydrometeorologický ústav portal.chmi.cz
Správa jeskyní České republiky www.jeskynecr.cz
Správa Krkonošského národního parku www.krnap.cz
Správa Národního parku a chráněné krajinné oblasti Šumava www.npsumava.cz
Správa Národního parku České Švýcarsko www.npcs.cz
Správa Národního parku Podyjí www.nppodyji.cz
Státní fond životního prostředí České republiky www.sfzp.cz
Výzkumný ústav vodohospodářský T. G. Masaryka www.vuv.cz
Výzkumný ústav Silva Taroucy pro krajinu a okrasné zahradnictví, v.v.i. www.vukoz.cz

Chýnov Höhle

Charakteristik / Höhlenentwicklung

ENTSTEHUNG UND ENTWICKLUNG DER CHÝNOVER HÖHLE

Obwohl die Chýnover Höhle zu den Karsthöhlen gehört, die somit in den löslichen Karstgesteinen entstand, ist sie kein allzu typischer Vertreter dieser Gruppe. Der Unterschied ist bereits durch das Vorhandensein von Nichtkarstgestein im Innern des Kalksteinkomplexes gegeben, das seine Löslichkeit und somit auch das Entstehen, die Entwicklung und die Formen der unterirdischen Hohlräume einschränkt. Das Nichtkarstgestein ist ein wichtiger Faktor, der den Verlauf der Karstbildung im Chýnover Gebiet bedingt.

Auch die hydrologischen Verhältnisse des hiesigen Karstsystems sind nicht typisch. Hier fehlen sichtbare Tiefgänge des Wassers im Untergrund. Der unterirdische Bach der Chýnover Höhle entstand in nicht typischer Weise durch die Konzentration unterirdischer Quellen. Erst dann floss es durch das Höhlensystem, um auf dem Wege zum Tageslicht in absurder Weise unter der Erde noch die Trasse eines, an der Oberfläche befindlichen Wasserlaufes zu kreuzen.

Die Kompliziertheit und Vielgliedrigkeit der Gänge führte in der Vergangenheit zu der Vorstellung, dass den Hauptanteil an ihrer Entstehung die Erosion hatte – das mechanische Wirken des unterirdischen Baches. Entdeckungen in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts bestätigten im Gegensatz hierzu die Theorie, dass der Hauptfaktor die Korrosion war – chemische Auflösung des Kalkgesteins in den ständig gefluteten Räumen. Der hohe Gehalt an Beimengungen im Kalkstein und seine erhebliche Rekristallisierung schränken die Wirkungen der Korrosion ein. Im Gegensatz hierzu unterstützen die solide Durchlässigkeit des Kalkgesteins und das hochaggressive unterirdische Wasser diesen Karstbildungsprozess. darüber hinaus kommt hier häufig auch die sog. Gemischkorrosion zum Tragen. Auf seinem Weg verliert das Wasser des unterirdischen Flusses infolge der Sättigung mit Karbonaten sein Lösungsvermögen. Vielerorts vermischt es sich jedoch in den ständig unter Wasser stehenden Räumen mit dem, von der Oberfläche durchsickernden Wasser. Zwei gesättigte Lösungen unterschiedlicher Konzentration bilden dann eine neue ungesättigte Lösung, die chemisch wieder aktiv ist. Diese Erscheinung hat wahrscheinlich Anteil am Entstehen viler primärer Gebilde an den Wänden und Decken der Höhle (sog. Schornsteine, Töpfe, Augen).

Bereits beim Betrachten der Karte der Höhle ist die Gesetzmäßigkeit des Verlaufes der Höhlengänge ersichtlich. Sie kopieren markant den geologischen und tektonischen Aufbau des Massivs. Sie entstanden an Orten, die einen einfachen Durchgang des Wassers ermöglichen, somit an tektonischen Brüchen oder Rissen sowie an den Kontaktstellen des Kalkgesteins mit den Nichtkarstgesteinen. Größere Räume entstanden durch den Einsturz der Decken, der insbesondere an den Stellen von Brüchen und in den Risszonen bis in das Firstgestein eingriff. Das ganze Höhlensystem ist unter einem Winkel von 40-50 Grad gegen Norden geneigt, somit identisch zu den Marmorablagerungen. Die ist auch gut auf der Karte zu sehen, wo die Höhenniveaus farblich unterschieden sind.

Das beschriebene Entwicklungsschema hat in der Höhle offensichtlich bereits seit der jüngeren Trias Gültigkeit, da die Höhle auch weiterhin von einem aktiven, unterirdischen Wasserlauf durchflossen wird, und findet auch in der Gegenwart seine Fortsetzung.