Show caves of the Czech Republic are open again Mehr
Agentura ochrany přírody a krajiny České republiky www.nature.cz
Česká informační agentura životního prostředí (CENIA) www.cenia.cz
Česká geologická služba www.geology.cz
Česká inspekce životního prostředí www.cizp.cz
Český hydrometeorologický ústav portal.chmi.cz
Správa jeskyní České republiky www.jeskynecr.cz
Správa Krkonošského národního parku www.krnap.cz
Správa Národního parku a chráněné krajinné oblasti Šumava www.npsumava.cz
Správa Národního parku České Švýcarsko www.npcs.cz
Správa Národního parku Podyjí www.nppodyji.cz
Státní fond životního prostředí České republiky www.sfzp.cz
Výzkumný ústav vodohospodářský T. G. Masaryka www.vuv.cz
Výzkumný ústav Silva Taroucy pro krajinu a okrasné zahradnictví, v.v.i. www.vukoz.cz

Chýnov Höhle

Charakteristik / Geschichte

GESCHICHTE DER CHYNOVER HÖHLE

Steinbrüche 

Der Name Pacover Berg stammt nicht von der Stadt Pacov, wie sich einfach anbietet, sondern er entstand durch durch die Verballhornung der Bezeichnung Pecová hora (Ofenberg) , so benannt nach den vielen kleinen Öfen für die Kalkverarbeitung in seiner Umgebung. Kalkstein wurde auch in Kladruby und anderen Steinbrüchen gefördert. Obwohl es über den Steinbruch im Pacover Berg erst einen Bericht aus dem Jahr 1747 gibt, können historische Quellen die Kalksteinverarbeitung in Chýnov im 15. Jh. bestätigen. Der heutige, bereits verlassene Steinbruch wurde im Jahre 1857 gegründet, als die mächtige Kalksteinlagerstätte durch eine Förderwand in der ganzen Berghöhe eröffnet wurde. Die Förderung stieg mit der Anfrage nach hochwertigem Material. Im Jahre 1878 wurde bereits der dritte große Ofen für das Kalkbrennen errichtet und am 14.August 1879 fuhr aus dem Steinbruch die erste Straßendampfmaschine in Böhmen, die Kalk nach Tábor lieferte. Das Geschäft konnte durch die gute Führung und Organisation weiter blühen, vor dem Ersten Weltkrieg waren in den Kalksteinbetrieben 260 Angestellte beschäftigt und die Produktion erreichte bis zu 17 000 t jährlich. Es wurde eine Schmalspurbahn zwischen den Betrieben, der Schotter- und Ziegelproduktion errichtet. Die Tradition dauerte bis zum Jahre 1964 an, als der Kalksteinbruch geschlossen wurde und im Steinbruch nur Stein für die Produktion von Steinschotter gefördert wurde. Der letzte, verbliebene Kalkbetrieb wurde im Jahre 1972 abgerissen. Die Arbeiten im Steinbruch wurden bis zum Jahre 1998 fortgesetzt, als die letzte, in der Reihenfolge 370. Sprengung erfolgte. Der verlassene Steinbruch mit seiner Umgebung ist nunmehr als Naturschutzgebiet geschützt.

Höhle

Obwohl in der zweiten Hälfte des 19. Jh. schon einige, relativ große Steinbrüche eröffnet worden waren, wurde der Eingang zur Chýnover Höhle in einem kleinen Steinbruch im südlichen Hang des Berges entdeckt. Im Sommer des Jahres 1863 arbeitete im Steinbruch der Steinhauer Vojtěch Rytíř (Adalbert Ritter). Bei der Arbeit fiel ihm sein Hammer in einen Spalt. Damit er diesen wiederfand, musste er in den Spalt steigen. Überraschend stellte er fest, dass der enge Spalt in einen breiten Gang überging und in der Tiefe weiterführte. Ob er seinen verlorenen Hammer fand, ist den Berichten nicht zu entnehmen, aber sicher ist, dass er einen Eingang zur Höhle fand, die damals die größte Höhle in Böhmen war.

"Die Ersten, die die Höhle betraten, waren: Jan Strnad, Kalkaufseher, dann die Steinhauer Josef Janů und Jan Švehla. Mit kleinen Lampen gingen sie durch alle Höhlengänge und nach längerem Suchen fanden sie wieder den Weg zurück...... Mit mutigen langen Schritten stiegen wir die riesigen Teufelstreppe herab, nach großen von der Decke gefallenen Steinblöcken und da konnte man in einiger Entfernung das Wasser sehen, unsere Lampen leuchteten an der Wasseroberfläche und das zeigte uns, dass wir am tiefsten Punkt der Höhle angekommen waren ."- so beschreiben den Entdeckungsabstieg in die Höhle dem ehemaligen Kustos (Schließer) des Museum des böhmischen Königreiches in Prag Antonín Frič und Jan Krejčí, die schon wenige Tage nach der Entdeckung die Höhle vermessen hatten und die erste Karte der unterirdischen Räume erstellt hatten.

Ab dem Jahre 1865 begann in der Höhle der Bauer aus Dolní Hořice Josef Rothbauer zu arbeiten. In den niedrigen Gängen durchgrub er die Ablagerungen, in steilen Abschnitten verwendete er eine Leiter und mit dem Umbau des Eingangs ermöglichte er bereits im Jahre 1868 die erste Besichtigung durch Besucher. Damit endeten die Arbeiten nicht. Josef Rothbauer und nach ihm sein Enkel Václav Rothbauer machten sich in sehr feinfühliger Weise um den romantischen Zugang zur Höhle durch die Errichtung der Steintreppen, der Brücken, durch die Teilnahme bei Entdeckungen, den Umbau des Areals und durch die Elektrifizierung der Besuchertrasse im Jahre 1952 verdient.

Der Student Vladimír Homola begann seine Tätigkeit in der Höhle zum Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts, der so an die ersten Erkundungen durch Krejčí und Frič anknüpfte. Er entdeckte einige wichtige Teile des Systems, studierte die Geologie, Hydrologie und Morphologie des Chýnover Karstes. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Karten der Höhle. Im Jahre 1962 wies František Skřivánek den Zusammenhang des unterirdischen Baches der Chýnover Höhle mit der Ruticer Sprudelquelle nach. In den folgenden Jahren gelang es den Höhlenforschern, andere unterirdische Räume, einschließlich ständig unter Wasser stehender Teile, zu entdecken.

Die Höhle lockte immer mehr Besucher und zum Ende des 20.Jahrhunderts erreichte die Zahl der Besucher 40 000. Dies zusammen mit anderen Faktoren brachte die Notwendigkeit der gesamten Rekonstruktion der Besichtigungstrasse mit sich. In den Jahren 2006-2007 wurde die gesamte Elektroinstallation renoviert, weitere Räume für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ein neuer Ausgangsstollen errichtet.. Auch weiterhin hat die Höhle den ihren historischen Charakter und bleibt auch künftig eine Exkursion in die Geschichte.

ÜBERSICHT DER ENTDECKUNGEN IN DER CHÝNOVER HÖHLE 

1863 – Rytíř, Strnad, Švehla, Janů

Entdeckung der Höhle, der Gänge Schwarzenberger, Malovecký," Slavnikovců" 

1939-1940 – Homola

Gänge Kotiger, Paralleler, Verbindungsgang, Steiler, Wassersäle 

1942 – Homola, Rothbauer

 Klebriger Gang

1944 – Homola, Schüller

 Homol-See 

1962 - Skřivánek:

Spurentest – Oberflächenquelle, Labyrinth

1962 – Tymmel, Pášma, Veselý

 Gang „Twist“

1982 – 2005 – Tschechische Speleologische Gesellschaft – GO Speleoaquanaut

„Untere Etage“ – ständig unter Wasser stehenden Räume

1993 – 2007 - Tschechische speleologische Gesellschaft – ZO Chýnover Höhle

Kaskaden, Eintrittsgang